Ihre Restaurantgäste begeistern

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Zusammenfassung der Episode
Marvin Alballi – preisgekrönter F&B-Manager, Bestseller-Autor von Restaurant Excellence und ehemaliger Leader bei Burger King Corporate, Brinker (Chili's) und IHG (745 Outlets/212 Hotels) – vertritt die These, dass Restaurants durch disziplinierte Systeme, menschenzentriertes Recruiting und „Wow"-Erlebnisse gewinnen, die auf Geschmack basieren, nicht auf Theatralik. Upselling sollte Loyalität schaffen (das beliebteste Gericht empfehlen, nicht das teuerste), Service ist Kunst und Wissenschaft, und Führungskräfte müssen Details im Blick haben und gleichzeitig eine Kultur aufbauen, die „Strategie zum Frühstück isst". Konsistenz entsteht durch Schemata, Zonierung und Training – nicht nur durch Betriebszugehörigkeit. Bauen Sie eine Marke auf (Mission, Vision, Wiederkehr), nutzen Sie Warenwirtschaft-Software zur Kontrolle Ihrer größten steuerbaren Kosten und franchisieren Sie erst, wenn Sie das Erlebnis replizieren und Partner unterstützen können. Fazit: Genussqualität > Instagram-Tauglichkeit, echte Tischbesuche > Vorbeiflüge, und Überraschungs-Momente steigern den Umsatz weit mehr als bezahlter Hype.
Erkenntnisse aus der Episode
Warum er Restaurant Excellence geschrieben hat
Marvin fand keine einzige Ressource, die das gesamte Geschäft abdeckt (Service, Training, Kostenkontrolle, Marketing, Strategie). Er schrieb eine – um Betreibern (besonders Ersttätern und Einwanderern) vermeidbare Fehler zu ersparen und Jahre an Lektionen in ein nutzbares Playbook zu komprimieren.
Upselling neu definiert: Loyalität vor Durchschnittsbon
Die meisten Schulungen pushen das teuerste Gericht. Marvin dreht das um:
- Das beliebteste/leckerste Gericht empfehlen, um einen Stammgast zu gewinnen.
- Upsell zur Verbesserung des Gerichts (Käse/Speck auf einem Burger; sautierte Champignons auf einem Steak), nicht um die Rechnung aufzublähen.
Langfristiger Umsatz schlägt kurzfristige Bon-Steigerung.
Service = Kunst + Wissenschaft
- Kunst: den Tisch lesen, Bedürfnisse antizipieren, nahtlosen Ablauf liefern (kein Winken um Aufmerksamkeit).
- Wissenschaft: Zutaten, Pairings und Menü auswendig kennen.
Und den Vorbeiflug abschaffen („Alles gut?" beim Vorbeigehen). Einen echten Tischbesuch machen: sich vorstellen, gezielte Fragen stellen und zuhören.
Details sind die Strategie im Restaurant
Von Pflege und Uniform bis hin zu warmem Brot/weicher Butter und Ticket-Zeiten – Tausende von Details machen das Erlebnis. Große Leader verkörpern das: Führungskräfte auf Küchengängen, die Linienaufbau, Frische und Spezifikationen prüfen, signalisieren, dass alles zählt.
Einstellung nach Haltung; Fähigkeiten schulen
Im Vorstellungsgespräch auf Persönlichkeit achten (fröhlich, extrovertiert, teamorientiert, gastbesessen). Fähigkeiten sind lehrbar; Haltung nicht.
Konsistenz ist das Ergebnis von Systemen
Mitarbeiterbindung hilft, aber Systeme gewinnen:
- Zonierung, Beschriftung, Küchenschemata
- Klare Vorbereitungsstandards und Linienkontrollen
- Training, das den richtigen Weg zum einfachen Weg macht
Kultur frisst Strategie (und wie man sie aufbaut)
Seien Sie ein Vorbild. Setzen Sie hohe Standards, ohne hart zu den Menschen zu sein. Schaffen Sie eine offene Atmosphäre, investieren Sie in Wachstum und machen Sie Qualität nicht verhandelbar. Richtlinien und Handbücher sterben ohne Kultur.
Führung vs. Management
Management = Aufgaben (Dienstpläne, Briefings).
Führung = Glauben an die Mission wecken, Raum zum Lernen geben und eine positive, lösungsorientierte Haltung verbreiten.
Genussqualität > Instagram-Tauglichkeit (und Vorsicht vor „Influencern")
Präsentation zählt, aber Geschmack bringt Menschen zurück. Viralen Rauch und Glitzer nicht über Geschmack stellen. Bezahltem Lob skeptisch begegnen; ehrliche Kritik und echte Gästeimpressionen wertschätzen.
Was in vielen Restaurants fehlt
Training. Zu viele Millionen-Ausbauten hängen an einem ungeschulten Server. Beheben Sie es mit:
- Täglichem Coaching und Pre-Shift-Briefings
- Strukturierten Feedback-Schleifen (Tischbesuche, Fokusgruppen)
- Einem Realitätscheck: Wenn Sie an Wochenenden keine Warteliste haben, stimmt etwas nicht – finden Sie es heraus.
Strategie auf einer Seite
Im Mittelpunkt stehen Gästeerlebnis, Konsistenz, Beschaffung, Training & Nachfolge. Wenn Sie wachsen wollen, definieren Sie wie viele Outlets, über wie viele Jahre, mit welcher Unterstützung. Und denken Sie daran: Sie bauen eine Marke auf, nicht „einen Restaurantbetrieb." Mission und Vision sollten täglich gelebt werden.
Die „Wow"-Formel und Überraschungstaktiken
Durchschnittliches Erlebnis → durchschnittlicher Umsatz.
Gut → gut.
Wow → Wow.
Überraschungen ermöglichen: ein unangekündigter Freigang für einen Stammgast; ein aufrichtiger Geburtstagsanruf ohne angehängtes Promo. Emotionale Verbindung gezielt schaffen.
Franchising 101
Expansion im eigenen Unternehmen ≠ Franchising. Franchising skaliert Ihre Marke mit Partnerkapital – aber nur, wenn Sie bieten:
- Designhandbuch, Rezepte/SOPs, Trainingsprogramme
- F&E-Pipeline für Menüs, Marketingkalender, Audits/Besuche
- Beschaffungsstrategie und Lieferfähigkeit je Markt
Führen Sie Ihre Sorgfaltspflicht durch (beide Seiten). Bereit für Franchising sind Sie erst, wenn Sie das Erlebnis exakt replizieren und Franchisenehmer kontinuierlich unterstützen können.
Warum Warenwirtschaft-Software unverzichtbar ist
Lebensmittel und Personal sind Ihre größten steuerbaren Kosten. Excel reicht nicht. Warenwirtschaft stellt Frische, korrekten Wareneinsatz in Echtzeit und Rentabilität über alle Outlets sicher.
Schnell-Feuer-Prinzipien
- Trinkgeld: Server behält, teilt aber mit der Küche.
- Bestellungen: aufschreiben; Genauigkeit schlägt Theatralik.
- Chef-Tischbesuche: ja, wenn die Küche makellos läuft; sonst erst den Pass in Ordnung bringen.
- Brot & Butter: meist kulturell bedingt – für Ihren Markt richtig machen.
Marvin-Weisheiten (einige Favoriten)
- Gast, nicht Kunde.
- Häufige Neupositionierung ist ein Fehler.
- Konsistenz schafft (oder zerstört) Vertrauen.
- Sie sind ein Erlebnisgestalter, kein Bestellungsannehmer.

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